Präsentationskanon

Kräfte bündeln

Freie Software für die Bildung ist auf Konferenzen und Messen unterrepräsentiert. Das liegt vor allem daran, dass oft nicht ausreichend Personal und Zeit zur Verfügung stehen, um einen Messestand zu betreuen und aufzubauen oder einen weit verbreiteten Vortragskanon zu etablieren.

Doch unsere Themen müssen sowohl im IT-Bereich, insbesondere bei Freie-Software-Konferenzen, als auch im Bildungs- und Didaktikbereich sichtbar sein. Nur so ist es möglich, einzelne Projekte und vor allem die gemeinsamen Ziele zu verbreiten und Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Idee des Gemeinschaftsstands

Die Idee ist ein gemeinsamer Messestand verschiedener Projekte, die sich mit Freier Software und Bildung beschäftigen. Im Wesentlichen fallen diese Projekte in drei Bereiche:

  • Softwareprojekte, die gezielt für den Bildungsbereich gedacht sind
  • Softwareprojekte, die nicht gezielt für den Bildungsbereich gedacht sind, dort aber Mehrwert bieten
  • Soziale und politische Projekte, die Freie Software im Bildungsbereich fördern

Während die Akteure der einzelnen Projekte Experten in ihrem Bereich sind und bleiben, soll ein Wisssensaustausch stattfinden, der es den anderen Standpartnern ermöglicht, auch über den Tellerrand zu blicken und die anderen Projekte mit zu repräsentieren. So verliert ein einzelnes Projekt nicht gleich die Sichtbarkeit bei einer Konferenz, falls einmal keine Ressourcen zur Verfügung stehen.

Akteure am „schul-frei“-Stand

Aktuell haben sich dem Gemeinschaftsstand die folgenden Projekte angeschlossen:

  • Teckids e.V. - Die Jugendorganisation rund um Freie Software und Dachorganisation des Projekts
  • Skolelinux Deutschland - Das Projekt Debian Edu in der deutschen Bildungslandschaft
  • Veripeditus - Das AR-Spiele-Framework für Einsteiger und Profis

Vortragskanon

Im Rahmen der Konferenzbesuche mit „schul-frei“ gibt es auch einen Vortragskanon. Ziel der Vorträge soll es auch sein, das Thema „Freie Software in der Bildung“ insgesamt zu präsentieren und sichtbar zu machen. Insbesondere sind hierbei Schülerinnen und Schüler selbst beteiligt.

Aktuell gehören die folgenden Vorträge zum Kanon und werden bei möglichst vielen Konferenzen präsentiert:

Too young to rock'n'roll

Kinder nutzen Software. Doch können sie auch aktiver Teil der FOSS-Gemeinschaft sein? Welche Erfahrngen gibt es? Und was können Projekte tun, um für minderjährige Kontributoren offen zu sein?

Kinder wollen und sollen ihre Umwelt mitgestalten. Gerade im IT-Bereich wird das Einstiegsalter in der reinen Nutzung immer geringer. Natürlich gibt es auch freie Software mit einer jungen Zielgruppe, wi z.B. Software im Bildungseinsatz oder Spiele. Der Teckids e.V. ist eine Jugendorganisation rund um freie Software, die Kinder und Jugendliche zu einem aktiven Teil der Freie-Software-Gemeinschaft machen möchte. Warum junge Nutzerinnen und Nutzer auch als Kontributoren willkommen sein sollten, ist der erste Diskussionspunkt. Freie Software lebt darüberhinaus von der Community. Deshalb bemühen sich Projekte, die Hürden für en Einstieg als Kontributor möglichst niedrig zu halten. Plattformen wir GitHub vereinfachen das Einreichen von Bugs und Feature Requests und das Beisteuern von Patches. Doch ein Teil der Community, nämlich Minderjährige, haben es noch immer schwer, an für sie interessanten Projekten mitzuwirken - bspw. an edukativer Software, Spielen u.ä. Welche rechtlichen Hürden moderne Tools aufzwingen und was Projekte tun können, um auch die Jüngsten an Bord zu holen, wollen wir hier erörtern.

Kinder, Instant Messaging und andere FOSS-Abenteuer

Wir zeigen, welche Instant-Messaging-Dienste von Kindern und Jugendlichen genutzt werden und was diese brauchen, um stattdessen freie Alternativen zu nutzen.

Das Einstiegsalter bei der Nutzung von Smartphones, Computern und Online-Diensten wird immer geringer. Während schon Kleinkinder Lern- und Spielapps benutzen, herrscht in der Schule mittlerweile ein regelrechter Technikzwang, insbesondere bei der Nutzung von Instant Messaging. Dieser wird durch Mitschüler und Lehrkräfte, ausgeübt. Die Wahl fällt fast immer auf proprietäre und unsichere Dienste wie WhatsApp. Zusammen mit Kindern und Jugendlichen haben wir analysiert, was freie Alternativen leisten müssen, um Attraktivität bei ihnen zu erlangen, und was Projekte dafür tun können.

Mitmachen

Weitere Projekte sind herzlich willkommen. Gemeinsam können wir es schaffen, das Thema Freie Software im Bildungsbereich wieder fest und sichtbar zu verankern.

Interessierte Projekte können sich per E-Mail an kooperationen@teckids.org wenden.